8. Januar 2016

Klaus und Manfred

Klaus und Manfred (März 2006)

Klaus sagt:" Ich lebe in den Tag"
Sein neuer Freund Manfred sagt dazu:" Wie langweilig"
Klaus ist entsetzt und enttäuscht von Manfred.
Er hält ihn für einen konservativen Spießer und sagt ihm das auch, denn Klaus möchte ehrlich sein und auch zu seinem Standpunkt stehen.
Manfred, erklärt Klaus: "Leute, die in den Tag leben sind mir fremd.
Wenn ich aufstehe weiß ich immer ,wo ich heute hingehe, was ich mache, wo mein Geld lagert, wer meine Kinder betreut. Bin ich deswegen ein Spießer? Nein ich bin auch nicht konservativ. Aber eines bin ich: Ich bin ..."
Klaus schaut ihn erwartungsvoll an. Manfred prustet seine Backen. Er sieht aus wie ein Luftballon. Klaus wird immer interessierter. Er hat das Gefühl, dass er der Interessierteste Mensch der Welt ist. Manfred prustet weiter. Plötzlich, er versucht noch den Mund zu öffnen, hebt er ab, fliegt in den Himmel hinein und wurde nie mehr gesehen.
Klaus ist wieder entsetzt und enttäuscht. "Was ist denn der Manfred nun?
"Ah jetzt weiß ich", denkt er sich, "Er ist ziemlich aufgeblasen"

7. Januar 2016

Klaus und Ernst

Klaus und Ernst (März 2006)

Klaus gibt Ernst einen aus.
Ernst gibt Klaus einen aus.
Klaus gibt Ernst noch einen aus.
Ernst gibt Klaus noch einen aus.
Klaus setzt noch einen weiteren oben drauf.
Ernst setzt noch einen weiteren oben drauf.
Klaus sagt, er liebte Ernst.
Ernst tut verärgert, obwohl er anders denkt
Klaus legt seinen Arm um Ernst.
Ernst sagt: "Klaus komm wir gehn zu dir nach Haus.
Dort werde ich es dir geben, aber richtig"
Klaus sagt: "Es war nur ein Spaß"
Ernst ist verärgert.
Klaus gibt Ernst einen aus.
Ernst zahlt und geht.
Während er nach Hause fährt weint er so dass er die Straße nicht richtig sehen kann. Er fährt in einen Baum und ist seither querschnittsgelähmt.

6. Januar 2016

Jeden Tag ein Gedicht

Ich hatte als ich 17 war, also fast genau vor 10 Jahren, mit einem Internet-Blog angefangen in dem ich ein paar Prosa-Texte, aber vor allem Gedichte veröffentlicht habe. Als der Blog vor kurzem dann geschlossen wurde, bin ich nach langer Zeit mal wieder drauf gestoßen und habe mir noch schnell alle diese Werke gesichert. Sie wären beinahe verloren gegangen, da ich nur zufällig nach bestimmt zwei Jahren genau an dem Tag mal wieder die Seite besucht hatte, an dem sie dicht gemacht wurde und noch alles exportieren konnte. Glück gehabt!
Nun möchte ich täglich ein Gedicht aus der Zeit hier veröffentlichen. Die Reihenfolge und die Auswahl sind willkürlich. Eventuell bearbeite ich das eine oder andere auch nochmal ein bisschen, damit es nicht zu peinlich wird ;-)

Wir beginnen mit ein bisschen Prosa:

Ein Beispiel von Selbstmitleid (März 2006)


Einen Drink noch, dann muss ich gehen. Wohin? Nach Hause natürlich. Zu Frau und Kindern? Wieso fragst du? Na gut, ok. Eigentlich wohne ich alleine. Ich muss morgen früh raus. Kann mir nicht leisten zu spät zu kommen. Bin sowieso schon auf der Abschussliste. Versicherungsgesellschaft. Macht keinen Spaß. Ich mache es nur des Geldes wegen. Nebenbei bin ich Musiker. Früher in der Schulzeit hatte ich mal ne Band. Wir waren nie wirklich erfolgreich aber wir hatten immer viel Spaß. Heute habe ich kaum noch Zeit. Meine Freunde haben genauso viel zu tun wie ich und wenn man mal Zeit hätte kommt doch noch was dazwischen. Früher hatte ich so viele Songideen, heute fällt mir nichts mehr ein. Ich bin auch immer viel zu fertig. Hallo? hörst du mir noch zu? Ok, du ich werde jetzt gehen, ja? Der Drink? Egal, nimm du ihn. Hier hast du das Geld. So also bis morgen.

12. Juni 2014

Das Fussballding ist fertig! Hört mal rein!

Ich habe mich die letzten Tage dran gesetzt und die Fussballscheibe zu Ende gemischt und dann gleich das Mastering hinterher! Ole, Ole ... alles ganz schön geil, wie wir finden! Und das Cover ist auch fertig. Sie heißt "Medizin im Blut"!


6 Songs in unter 10 Minuten. Genau richtig für eine Halbzeit! Am Samstag zum Konzert in der Junction Bar werden wir wieder Downloadcodes verteilen bis nix mehr übrig ist. Kommt vorbei:

Samstag 14.06.2014 -> RR-Konzert mit das Theater
Ort: Junction Bar
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr

und falls ihr Lust habt, schon einen Tag vorher:

Freitag 13.06.2014 -> letztes Heimspiel der SG Medizin Friedrichshain alte Herren
Ort: Laskerplatz am S Ostkreuz
Beginn: 19 Uhr

Der Till hat sich am Sonntag beim  Karneval der Kulturen den linken Fuss von einem Wagen überrollern lassen. Ist aber zum Glück kein Totalausfall fürs Konzert. Nur die linke Flanke wird am Samstag ein wenig schwächer besetzt sein. Egal! Wird ja hoffentlich ein Heimspiel!

13. Mai 2014

Mischen, Mischen, Mischen und den Kopf frei kriegen

Das Mischen von Musik ist schon so eine Kunst für sich, oder jemanden zu finden, der es für einen macht. Wir hatten einige Male versucht dieses Thema auf externe Schultern zu verteilen. Das hat aber nie wirklich geklappt, obwohl es immer Freunde mit Tontechniker-Ausbildung waren, die das gerne für uns machen wollten. Entweder waren wir mit dem Sound unzufrieden und es wurde sich nicht mit uns genügend besprochen, oder es ging lange nicht voran bis irgendwann gar nichts mehr passiert ist. Dann sind wir auch nie an die Original-Aufnahmen gekommen und alles war irgendwie unbefriedigend. Klar, wir können auch kein großes Geld zahlen fürs Mixing und daher verstehe ich auch, dass dann die Motivation irgendwann gegen Null geht. Deswegen haben wir uns dafür entschieden den Mixing und Master-Vorgang selber zu übernehmen. Ich bringe mir dafür den ganzen Vorgang Learning by Doing selbst bei und finde persönlich, dass der Sound von Album zu Album besser wird. Außerdem macht es uns noch unabhängiger, wenn wir das auch noch selber übernehmen können.

Mischen und den Kopf frei kriegen
Mein persönlicher Arbeitsprozess sieht dann so aus, dass ich in Cubase für alle Songs initial ein Projekt anlege, alle Spuren importiere und in Gruppen einteile. Ganz wichtig: Einfärben der Spuren, damit man später nicht durcheinander kommt. Danach schaue ich mir die Spuren an, bei denen wir mehrere Takes aufgenommen haben und suche mir die besten heraus. Nun gehe ich Spur für Spur durch und lege Equalizer und Kompressoren drauf. Dann schiebe ich an allen Reglern rum, so dass es für mich ganz gut klingt und mache einen ersten Export. Den mache ich mir auf mein mobiles Musikabspielgerät und höre dann diese Mixes unterwegs und mache mir kurze Notizen. Die Notizen sehen zum Beispiel so aus:

  • Background Gesang tick weniger Höhen 
  • Felix Gesang nach links 
  • Gesang zu laut
  • Christian's Gesang etwas weniger Höhen 
  • Gitarren tick lauter 
Wenn ich mich dann wieder an die Songs setze versuche ich dann diese Notizen in meine Mixes einzuarbeiten. Dann wird wieder exportiert und ich mache mir wieder neue Notizen. Das geht dann eine ganze Weile, bis ich wirklich der Meinung bin, ich habe jetzt ein gutes Ergebnis erzielt. (Beim letzten Album waren das so 10 Runden!) Dann höre ich mir die Mixes mit jemandem an, der sie noch gar nicht gehört hat und im besten Fall auch die Songs nicht kennt und nehme sein Feedback an. Das ist sehr wichtig, weil man manchmal einfach das Gehör für das ganze verliert. So ist es bei unseren Aufnahmen meistens so, dass es relativ schwer ist, den Gesang richtig im Mix zu platzieren. Das ist aber dringend notwendig, damit jemand der den Song nicht kennt auch nur den Hauch einer Chance hat, den Text zu verstehen. Bei unserem letzten Album ist das leider nicht sonderlich gut gewesen, aber ich lerne dazu und hoffe es bei unserer neuen Scheibe besser zu machen. Was mir auch immer hilft, ist es einfach mal wieder ein Album zu hören, dass ich vom Sound her perfekt finde, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Danach fällt mir meistens noch was ein, was besser gemacht werden kann.

Beim Mischen offenbahrt sich auch noch ein großer Vorteil unserer Aufnahmemethode, denn dadurch, dass wir alle Songs unter den gleichen Bedingungen aufnehmen, dass heißt gleiche Mikrofonierung, gleiche Lautstärke der Spuren und meist auch gleiche Settings bei den Verstärkern, kann ich hier auch viele Einstellungen einfach übernehmen.