30. April 2014

Die Fußball-EP Aufnahmen Part 2 (Gesang)

Nachdem wir alle Instrumente schön eingespielt hatten und auch die Overdub Gitarren saßen, ging es nun an die Gesangsaufnahmen. Erstmal wurde das Gesangsmikrofon gecheckt. Diesmal ein etwas hochwertigeres als bei den letzten Aufnahmen. Auch ganz wichtig ist der sogenannte Plop-Schutz (fängt Zisch-Laute ab), den wir beim vorherigen Album irgendwie total vergessen haben, weswegen der Gesang recht schwer zu Mischen war. 
Die Aufnahme-Reihenfolge haben wir dann so gestaltet, dass Christian und ich uns immer abwechseln konnten. So hatte jeder auch mal eine kleine Pause um seine Stimme etwas zu erholen. Dazu gab es dann saure Gurken und Wasser, ein Geheimtip für gute Gesangsaufnahmen (zumindest wenn man so singt wie wir). 

Was noch wichtig ist, ist ein gleichmäßiger Abstand vom Mikrofon. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da wir uns von Hause sehr viel bewegen beim Spielen bzw. Singen. Man kann sich aber ein bisschen am Plopschutz orientieren und dann geht das schon. Also Kopfhörer auf, ein Ohr frei gemacht und los gehts. 

Felix singt
Bei den meisten Songs ging der Aufnahmeprozess erstmal ziemlich einfach. Meist haben 2,3 Takes genügt um das Ding im Kasten zu haben. Dann haben wir aber trotzdem nochmal alles genau abgehört und in vielen Fällen noch Ersatz-takes oder gar Variationen aufgenommen. Manchmal musste ich Christian kritisieren, weil er an verschiedenen Stellen Wörter zerhaspelt oder ganz weggelassen hat, was aber auch an der Art und Weise liegt, wie wir halt unsere Texte vortragen. Dann musste er nochmal ran und es besser machen.

Nachdem wir also alle Refrains, Strophen, Background Gesänge und all die Ersatztakes aufgenommen hatten war es vollbracht. Ich war völlig leer und hatte mittlerweile ziemliche Kopfschmerzen, aber nach nur 9 Stunden im Proberaumstudio hatten wir alle 6 Songs fertig aufgenommen. So packten wir dann zusammen und brachten unsere Sachen zurück in unseren Proberaum. Ein intensiver und anstrengender Tag, der sich aber gelohnt hat.

22. April 2014

Die Fußball-EP Aufnahmen Part 1 (Instrumente und Gitarre-Overdub)

Nachdem die Gitarren und anderen Werkzeuge alle in den Proberaum der Wakewoods gebracht wurde, waren wir um 10:00 Uhr dann vollständig anwesend! Nur eine Stunde später als geplant! Nice! Nachdem ich Christian dann mitgeteilt hatte, dass er nicht Teil der Schnackelgang sei, dann das:
Doch bevor wir uns wirklich darüber freuen konnten verkündete er dann seine Rückkehr:
6 Songs wollen wir aufnehmen. Vier davon können wir praktisch im Schlaf spielen und zwei sind relativ neu und brauchen daher etwas mehr Aufmerksamkeit. Ursprünglich war der Plan nur vier Songs für die EP aufzunehmen aber dann überkam uns der Ehrgeiz doch noch einen Song zu schreiben und so sind dann noch zwei neue Songs relativ kurzfristig dazu gekommen!

Der Proberaum von außen!
Till hat schon bevor ich und Christian kamen die Mikrofone für das Schlagzeug und den Bass eingepegelt und getestet. Gitarre war ein wenig tricky. Die klang sehr dumpf und schrammelig. Ich wollte die gerne direkter haben, so haben wir da eine ganze Weile rumgedoktort und mit mehreren Mikros probiert und nach circa einer Stunde dann doch ein etwas besseres Ergebnis herzaubern können. Dann haben wir angefangen die Songs einzuspielen. Erstmal nur instrumental Bass, Schlagzeug und Gitarre. Wir haben uns im Kreis aufgestellt, kurz die beste Geschwindigkeit für den aktuellen Song rausgefunden und dann angefangen zu spielen. Bei den bekannten Songs waren es so zwischen 3-5 Takes pro Aufnahme, nur bei den beiden neuen Songs haben wir etwas länger gebraucht und aber auch noch einige Parts etwas umgeschrieben. Nach circa 2,5 Stunden waren alle Songs soweit instrumental erstmal aufgenommen.

Der Schnackler und Aggro-Crunch
Auf der Gitarrenspur entdeckten wir ein sehr nerviges Störgeräusch, dass einem Tinitus ähnelte. Nach kurzem Ausprobieren mit dem Equalizer konnten wir aber die Frequenz genau ausmachen und den ohrenzersetzenden Ton leicht ausmergeln. Puh! Hätten wir hier nochmal von vorne anfangen müssen, wäre das schon ziemlich zermürbend gewesen.

Nach einer kurzen Pause haben wir dann begonnen eine zweite Gitarre drauf zu spielen. Wir haben dafür die Settings vom Amp leicht geändert. Etwas weniger Bass und mehr Treble, für einen etwas direkteren Sound. Bei einigen Songs spiele ich eine Variante vom Original, meist aber nur in einer höheren oder tieferen Oktave um hier beim Mischen etwas mehr Breite erzeugen zu können.
Die zweite Gitarre per Overdub über die 6 Songs zu spielen hat nochmal so circa eine Stunde gedauert. Also hatten wir nach circa 5 Stunden alle 6 Songs fertig aufgenommen, bis auf den Gesang! ...

weiter demnächst mit Part 2 (Gesang und Background)

15. April 2014

Noch einmal Proben dann wird aufgenommen!

In Bayern wäre das wahrscheinlich nicht möglich, naja. Wir haben uns für einen ersten Aufnahmetermin am Karfreitag einigen können. Nachdem das mit dem Interface ja nun doch noch endlich geklappt hatte, geht's jetzt endlich los. Ist ja auch nicht so leicht einen gemeinsamen Termin zu finden, wenn alle Bandmitglieder arbeiten bzw. studieren! Treff um 9 Uhr früh und dann wird geregelt, gepegelt und eingespielt. In den letzten Wochen sind noch 2 Songs hinzugekommen, die thematisch super zu den anderen Songs passen und deswegen wird die Woche nochmal geprobt, damit die beiden auch sitzen und auf die Platte drauf können.

Das Interface ist eingebaut!!
Und was machen wir nach den Aufnahmen?? Ab zu Skaos ins Bi Nuu! Ska Skank Down Party! Von wegen Bayern und so!

27. März 2014

Würfelpit (5.Juni 2013)

Endlich kommt Felix aus Sardinien zurück. Wir haben uns für den Abend verabredet. Es ist schönes Wetter und ich beschließe mir die Wartezeit zu verkürzen. Ich schnappe mir mein Zeug und laufe zur Warschauer Brücke, wo wir letztens von der Bahnsecurity vertrieben wurden. Ich denke mir, dass man Freitag Abend niemanden mehr stört. Ein überraschender Schluss wenn man bedenkt, dass die Fete ebenfalls an einem Freitag war. Egal! Banner ran und es geht los. Es läuft gut, ich bewege mich und habe Spaß, die Menschen lächeln doch dann reißt mir eine Saite. Kurz denk ich an "5 Strings to go" und will drauf scheißen. Allerdings war es die B-Saite (und nicht die D-Saite) und bis Felix kommt dauert es noch 1,5 h. Gut also abbauen und ab zu den Teuri-Rooms. Die haben keine Saiten für Westerngitarren und ich will mir stattdessen eine E-Gitarrensaite holen. Wegen Soundeinbußen wird mir davon abgeraten und ich solle mir doch einen ganzen Satz holen. Ich verzichte und vertraue darauf, dass der Pöbel den Unterschied nicht hört und es ihm auch egal ist. Also kaufe ich nur eine Saite. Ich ziehe sie drauf und verschwinde wieder in Richtung Warschauer Brücke.

An meinen vorherigen Platz hat ein Hund (hoffe ich) übel hingeschissen und ich gehe 20 Meter weiter. Ich baue mich auf und es kommt Security. Musste ja sein, denke ich. Bei meiner ersten Session haben mich noch seine Kollegen fleißig ignoriert. Immerhin hatten sie ja Feierabend. Er guckt mich an und sagt: "Nun fang endlich mal an". Recht hat er und es geht weiter. Zwischendurch kommt einer mit einem Bart und langen blonden Haaren vorbei. Seine Kleider sind schon etwas runtergekommen und er hat eine bunte Gitarrentasche aus Stoff dabei (mit Gitarre natürlich). Er geht fast vorbei, hält an und wirft was rein. Eigentlich nicht erwähnenswert, jedoch erinnere ich mich an ihn, denn er hat mir bei der letzten Fete auch was reingeworfen. Zwei Tage später sollte ich ihn unter umgekehrten Umständen treffen. Er heißt Lukas und wir haben was zusammen geraucht und gequatscht. Lukas lebt auf der Straße und will nur noch Geld zusammenkriegen und dann auf nach Spanien oder Istanbul. Beeindruckend!



Bei "Campino" wird mir ein Bier angeboten. Er sagt "Eisern", stellt sich neben mich und hört zu. Bei "Auf der Brücke" kommen vier Würfel vorbei (Sie tragen alle Bärte und könnten auch Wikinger sein). Sie singen mit und starten sogar einen Circle Pit. Danach begrüßen wir uns und ich schlage vor, dass sie etwas spielen sollen. Kurz wird überlegt und sich dann auf Meuterei geeinigt. Nach dem Lied wird nochmal kurz angestoßen und es geht weiter. Nur kurz, denn Felix kommt, wirft was rein und ich höre auf. Meinem eisernen Zuhörer schenke ich noch eine CD, wir greifen noch Henry auf und es geht in den Treptower Park zum Abhängen und Blut absaugen lassen.
Achja, vorher noch Banner mitnehmen!

22. März 2014

Der Oldschool-Punk (3.Juli 2013)

Es ist Mittwoch, was heißt, dass eigentlich Probe wäre. Felix ist jedoch noch auf Sardinien und Till ist an der Ostsee. Bevor ich in Depression verfalle und mich frage, was ich falsch mache, schnappe ich mir meine Gitarre und gehe Richtung Ostkreuz. Es ist schwül und warm und der Schweiß läuft so schon an mir runter.

Ich stelle mich wieder unter die Brücke am Ostkreuz, kleb das Banner an und es geht los. Es läuft eigentlich so wie immer, die Leute gehen vorbei, viele lächeln ein paar nicken mit dem Kopf und wenige schmeißen was rein. Doch dann passiert auch mal was neues. Einer setzt sich hin und guckt sich das Set an. Als seine Freunde kommen, gehen sie nicht los, sondern gucken sich das Ganze weiter an. Es setzen sich nun auch andere Leute hin und lassen sich unterhalten. Es sind nicht viele und es gibt Fluktuationen aber so 15 Zuhörer ist eine gute Schätzung. Unter ihnen ist auch ein Punk. Oldschool wie er betont, als er auf seine Haare zeigt. Etwas später sind nur noch er und die anderen vier vom Anfang da. Sie stehen auf, tanzen etwas und quatschen miteinander. Irgendwann ruft der Punk: "Hey spiel doch mal was, was dein Leben beschreibt und für dich steht".
Gut ich könnte fast jedes Lied nehmen, aber ich spiele "Die Ratte", was gleichzeitig auch eine Premiere ist. Beim Refrain ernte ich auch ein paar Lacher. Ich spiele danach noch ca 3 Songs und danach kommt der Punk auf mich zu, spendiert mir eine Kippe und kritisiert meine Frisur. Wir quatschen dann noch circa eine halbe Stunde und ich schenke jedem eine CD. Schließlich verabschiedet sich der Punk. Er setzt sich im Schneidersitz hin, zieht sein rechten Fuß hinter seinen Kopf, steht mit dem anderen Bein auf, fängt an zu hüpfen und winkt uns zum Abschied zu.

Dann tauchen 20 Bullen in kompletter Kampfmontur auf und bevor ich mich geehrt fühle, laufen sie auch schon an uns vorbei, bauen sich aber neben der Brücke auf. Ich werde noch gefragt, ob ich für die nicht einen Song für sie hätte. Ich denke kurz an "Cops underwater" aber der Song ist ja (leider) nicht von mir und ich vertraue auch nicht auf deren Humor. Schließlich kommen 4 Mannschaftswagen, die die Bullen einsammeln. Ob ihre Klassenfahrt beginnt oder endet ist nicht ersichtlich. Die anderen verabschieden sich auch und ich will den schönen Abend mit 3 Songs ausklingen lassen. Das tue ich auch, packe zusammen und setz mich in den Park und baue mir einen Wegjohnny. Als er fertig ist, fällt mir ein, dass ich das Banner vergessen hab. Ich gehe zurück und es ist noch da. Vom Abend überwältigt schlendere ich dann zusammen mit meinem Wegjohnny nach Hause.